Der kürzere Westminster Katechismus – 19.Woche

11. Mai 2021

29. Wie werden wir zu Teilhabern der Erlösung gemacht, die durch Christus erworben wurde?
Wir werden zu Teilhabern der Erlösung gemacht, die durch Christus erworben wurde, indem diese durch den Heiligen Geist wirksam an uns angewandt wird83.

30. Wie wendet der Geist die durch Christus erworbene Erlösung an uns an?
Der Geist wendet die durch Christus erworbene Erlösung an uns an, indem er in uns Glauben wirkt84 und uns dadurch mit Christus vereint in unserer wirksamen Berufung85.

83) Tit 3,4-7
84) Rö 10,17; 1Kor 2,12-16; Eph 2,8; Phil 1,29
85) Joh 15,5; 1Kor 1,9; Eph 3,17


Kinderkatechismus – 19.Woche

10. Mai 2021

Frage 64: Wieviele Ämter hat Christus?
Antwort: Christus hat drei Ämter?

Frage 65: Welche sind es?
Antwort: Die Ämter eines Propheten, eines Priesters und eines Königs.

Frage 66: Wie ist Christus ein Prophet?
Antwort: Weil er uns den den Willen Gottes lehrt.

Frage 67: Wie ist Christus ein Priester?
Antwort: Weil er für unsere Sünden gestorben ist und vor Gott für uns einsteht.

Frage 68: Wie ist Christus ein König?
Antwort: Weil er über uns herrscht und uns verteidigt.


Heidelberger Katechismus – 19.Sonntag

9. Mai 2021

50. Frage: Warum wird hinzugesetzt, daß er sitze zur Rechten Gottes?
Antwort: Daß Christus darum gen Himmel gefahren ist, daß er sich daselbst erzeige als das Haupt seiner christlichen Kirche[1], durch welches der Vater alles regiert[2],

1) Eph. 1, 20–23; Kol. 1, 18
2) Matth. 28, 18; Joh. 5, 22

51. Frage: Was nutzet uns diese Herrlichkeit unsers Haupts Christi?
Antwort: Erstlich, daß er durch seinen Heiligen Geist in uns, seine Glieder, die himmlischen Gaben ausgießt.[3] Darnach, daß er uns mit seiner Gewalt wider alle Feinde schützet und erhält.[4]

3) Eph. 4, 10
4) Ps. 2, 9; Joh. 10, 28; Eph. 4, 8

52. Frage: Was tröstet dich die Wiederkunft Christi, zu richten die Lebendigen und die Toten?
Antwort: Daß ich in allem Trübsal und Verfolgung mit aufgerichtetem Haupt eben des Richters, der sich zuvor dem Gericht Gottes für mich dargestellt und alle Vermaledeiung von mir hinweggenommen hat, aus dem Himmel gewärtig bin [5], daß er alle seine und meine Feinde in die ewige Verdammnis werfe[6], mich aber samt allen Auserwählten zu sich in die himmlische Freude und Herrlichkeit nehme[7].

5) Luk. 21, 28; Röm. 8, 23; Phil. 3, 20; Tit. 2, 13
6) 2. Thess. 1, 6–10; 1. Thess. 4, 16; Matth. 25, 41–43
7) Matth. 25, 34


Westminster Bekenntnis – 19.Woche

8. Mai 2021

Gott hat von aller Ewigkeit her beschlossen, alle Erwählten zu rechtfertigen; so ist Christus in der Fülle der Zeit für ihre Sünden gestorben und um ihrer Rechtfertigung willen wieder auferstanden – trotzdem sind sie nicht gerechtfertigt, bis der Heilige Geist zu seiner Zeit ihnen Christus wirklich zueignet.

Gott hört nicht auf, denjenigen, die gerechtfertigt sind, die Sünden zu vergeben, und obwohl sie aus dem Stand der Rechtfertigung nie mehr fallen können, so können sie doch durch ihre Sünden unter Gottes väterliches Missfallen geraten. Dabei haben sie nicht eher das Licht seines gnädigen Angesichts wieder über sich, bevor sie sich nicht selbst demütigen, ihre Sünden bekennen, um Vergebung bitten und ihren Glauben durch Umkehr erneuern.

Die Rechtfertigung der Gläubigen im Alten Testament war in jeder Hinsicht ein und dieselbe wie die Rechtfertigung der Gläubigen im Neuen Testament.


Die Lehrregel von Dordrecht – 19.Woche

7. Mai 2021

Artikel 6

Daß aber viele, obwohl durch das Evangelium berufen, sich weder bekehren noch an Christus glauben, sondern im Unglauben zugrunde gehen, geschieht nicht, weil an dem Opfer Christi am Kreuz etwas gebräche oder es nicht ausreichte, sondern durch ihre eigene Schuld.

Artikel 7

So viele aber wahrhaft glauben und durch den Tod Christi von den Sünden und vom Verderben erlöst und errettet werden, die empfangen diese Wohltat allein aus Gottes Gnade, ihnen von Ewigkeit her in Christus gegeben; eine Gnade, die er niemandem schuldig ist.