Heidelberger Katechismus – 23.Sonntag

8. Juni 2010

59. Frage: Was hilft es dir aber nun, wenn du dies alles glaubest?
Antwort: Daß ich in Christo vor Gott gerecht und ein Erbe des ewigen Lebens bin.[1]

1) Hab. 2, 4; Röm. 1, 17; Joh. 3, 36

60. Frage: Wie bist du gerecht vor Gott?
Antwort: Allein durch wahren Glauben in Jesum Christum[2]; also daß, ob mich schon mein Gewissen anklagt, daß ich wider alle Gebote Gottes schwerlich gesündiget und derselben keines nie gehalten habe[3], auch noch immerdar zu allem Bösen geneigt bin[4], doch Gott ohne alle meine Verdienste[5], aus lauter Gnaden[6], mir die vollkommene Genugtuung[7], Gerechtigkeit und Heiligkeit Christi schenket[8] und zurechnet[9], als hätte ich nie keine Sünde begangen noch gehabt und selbst allen den Gehorsam vollbracht, den Christus für mich hat geleistet[10], wenn ich allein solche Wohltat mit gläubigem Herzen annehme[11].

2) Röm. 3, 21–25; . 28 Gal. 2, 16; Eph. 2, 8. 9; Phil 3, 9
3) Röm. 3, 9
4) Röm. 7, 23
5) Tit. 3, 5
6) Röm. 3, 24; Eph. 2, 8
7) 1. Joh. 2, 2
8) 1. Joh. 2, 1
9) Röm. 4, 4. 5; 2. Kor. 5, 19
10) 2. Kor. 5, 21
11) Röm. 3, 22; Joh. 3, 18

61. Frage: Warum sagst du, daß du allein durch den Glauben gerecht seiest?
Antwort: Nicht, daß ich von wegen der Würdigkeit meines Glaubens Gott gefalle, sondern darum, daß allein Genugtuung, Gerechtigkeit und Heiligkeit Christi meine Gerechtigkeit vor Gott ist[12] und ich dieselbe nicht anders denn allein durch den Glauben annehmen und mir zueignen kann[13].

12) 1. Kor. 1, 30; 2, 2
13) 1. Joh. 5, 10

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