Der große Westminster Katechismus – 27.Woche

3. Juli 2010

111. Frage: Wie lautet das dritte Gebot?
Antwort: Das dritte Gebot lautet: Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

112. Frage: Was wird im dritten Gebot gefordert?
Antwort: Das dritte Gebot fordert, dass der Name Gottes, seine Bezeichnungen, Eigenschaften, Ordnungen, das Wort,die Sakramente, das Gebet, der Eid, die Gelübde, die Lose, seine Werke und was es auch sonst sein mag, wodurch er sich selbst zu erkennen gibt, heilig und ehrerbietig gebraucht werden sollen in Gedanken, Überlegung, Wort und Schrift,durch ein heiliges Bekenntnis und angemessenen Wandel zur Ehre Gottes und zum Besten unser selbst und anderer.

113. Frage: Welches sind die Sünden, die im dritten Gebot verboten werden?
Antwort: Die Sünden, die im dritten Gebot verboten werden, sind: der Nichtgebrauch des Namens Gottes in der geforderten Weise, und sein Missbrauch in unwissender, eitler, unehrerbietiger, unheiliger, abergläubischer oder gottloser Rede oder sonstiger Anwendung seiner Bezeichnungen, Eigenschaften, Ordnungen oder Werke, durch Lästerung,Meineid, jegliche sündhaften Flüche, Eide, Gelübde und Lose, Verletzung unserer Eide und Gelübde, wenn sie rechtmässig sind, und ihre Erfüllung, wenn sie auf unrechtmäßige Dinge gehen, Murren und Hadern gegen Gottes Ratschlüsse und Vorsehung, sowie deren neugierige Erforschung und falsche Anwendung, ferner die Missdeutung, falsche Anwendung oder jegliche Art von Verkehrung des Wortes oder eines seiner Teile zu unheiligen Scherzen,neugierigen und unnützen Fragen, eitlem Gezänk oder zur Behauptung falscher Lehren, der Missbrauch des Wortes selbst, der Geschöpfe oder irgend eines Dinges, das unter dem Namen Gottes begriffen ist, zu Bezauberungen oder sündhaften Lüsten und Handlungen, die Beschimpfung, Verspottung, Schmähung oder jegliche Bekämpfung von Gottes Wahrheit, Gnade und Wegen, das Ablegen eines Bekenntnisses zur Religion aus Heuchelei oder zu unrechten Zwecken,sich ihrer schämen oder ihr zur Schande gereichen durch trostlosen, unweisen, unfruchtbaren und anstößigen Wandel oder durch Abfall von ihr.

114. Frage: Welche Gründe sind dem dritten Gebot beigefügt?
Antwort: Die Gründe, die dem dritten Gebot beigefügt sind in den Worten: des Herrn, deines Gottes, und: denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht, sind die, dass sein Name, weil er der Herr und unser Gott ist, von uns nicht entweiht oder in irgend einer Weise missbraucht werden darf, besonders aber, weil er von dem Freispruch und der Schonung der Übertreter dieses Gebotes soweit entfernt ist, dass er sie seinem gerechten Gericht nicht entgehen lassen will, wenn auch viele von ihnen den Zensuren und Strafen der Menschen entgehen mögen.

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