Der große Westminster Katechismus – 28.Woche

10. Juli 2010

115. Frage: Wie lautet das vierte Gebot?
Antwort: Das vierte Gebot lautet: Gedenke des Sabbattags, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten, und alle deine Dinge beschicken; aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werktun»’noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling,der in deinen Toren Ist. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer, und alles, was drinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag, und heiligte ihn.

116. Frage: Was wird im vierten Gebot gefordert?
Antwort: Das vierte Gebot fordert von allen Menschen, dass sie solche festgesetzten Zeiten, wie Gott sie in seinem Wort bestimmt hat, heiligen oder ihm heilig halten, und zwar ausdrücklich einen ganzen Tag unter sieben, was von Anbeginn der Welt bis zur Auferstehung Christi der siebente Tag war, und seitdem der erste Tag der Woche ist und so fortdauern soll bis zum Ende der Welt, welches der christliche Sabbat ist und im Neuen Testament des Herrn Tag genannt wird.

117. Frage: Wie soll der Sabbat oder des Herrn Tag geheiligt werden?
Antwort: Der Sabbat oder des Herrn Tag soll geheiligt werden durch eine heilige Ruhe an dem ganzen Tage, nicht allein von solchen Werken, die zu allen Zeiten sündhaft sind, sondern auch von solchen weltlichen Beschäftigungen und Vergnügungen, die an ändern Tagen erlaubt sind, und dadurch, dass wir es unsere Lust sein lassen, die ganze Zeit,ausgenommen soviel, wie für die Werke der Not und der Barmherzigkeit in Anspruch zu nehmen ist, auf die öffentlichen und privaten Übungen der Gottesverehrung zu verwenden. Und zu diesem Ende sollen wir unsere Herzen vorbereiten und unsere weltlichen Geschäfte mit solchem Vorbedacht, Fleiß und Masshalten ordnen und rechtzeitig erledigen, dass wir umso mehr für die Pflichten dieses Tages frei und gerüstet sind.

118. Frage: Warum richtet sich der Auftrag, den Sabbat zu halten, noch ganz besonders an die Häupter der Familien und andere Vorgesetzte?
Antwort: Der Auftrag, den Sabbat zu halten, richtet sich noch ganz besonders an die Häupter der Familien und andere Vorgesetzte, weil sie verbunden sind, ihn nicht allein selbst zu halten, sondern darauf zu sehen, dass er von allen denen beobachtet wird, die unter ihrer Obhut stehen, und weil sie oftmals geneigt sind, jene durch Beschäftigung mit ihren eignen Angelegenheiten daran zu behindern.

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