Der große Westminster Katechismus – 29.Woche

17. Juli 2010

119. Frage: Welches sind die Sünden, die im vierten Gebot verboten werden?
Antwort: Die Sünden, die im vierten Gebot verboten werden, sind alle: Unterlassungen der geforderten Pflichten, alle unachtsame, nachlässige und nutzlose Erfüllung derselben, sowie der Überdruss an ihnen, alle Entweihung des Tages durch Müßiggang und alles Tun dessen, was an sich sündhaft ist, und durch alle unnötigen Werke, Worte und Gedanken in Hinsicht unserer weltlichen Beschäftigungen und Vergnügungen.

120. Frage: Welches sind die Gründe, die dem vierten Gebot beigefügt sind, um es noch mehr zu bekräftigen?
Antwort: Die Gründe, die dem vierten Gebot beigefügt sind, um es noch mehr zu bekräftigen, sind hergenommen zunächst von seiner Billigkeit, indem Gott uns sechs von sieben Tagen für unsere eigenen Angelegenheiten erlaubt und nur einen für sich selbst behält, mit den Worten: Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Dinge beschicken, sodann davon, dass Gott diesen Tag als sein besonderes Eigentum in Anspruch nimmt: Der siebente Tag Ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes, ferner von dem Vorbild Gottes, der: in sechs Tagen Himmel und Erde gemacht hat und alles, was drinnen ist, und ruhte am siebenten Tage, endlich von dem Segen, den Gott auf jenen Tag legte, indem er ihn nicht nur heiligte als einen Tag für seinen Dienst, sondern indem er ihn verordnete zu einem Mittel des Segens für uns, wenn wir ihn heiligen: darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.

121. Frage: Warum wird das Wort Gedenke an den Anfang des vierten Gebotes gesetzt?
Antwort: Das Wort Gedenke wird an den Anfang des vierten Gebotes gesetzt, teils weil das Gedenken daran eine große Wohltat ist, indem es uns zu unserer Vorbereitung auf seine Erfüllung behilflich ist und wir durch seine Erfüllung alle übrigen Gebote erfüllen und weiter ein dankbares Gedenken bewahren an die beiden großen Wohltaten der Schöpfung und Erlösung, die einen kurzen Abriss der Religion enthalten, teils weil wir leicht geneigt sind, es zu vergessen, darum dass es weniger das Licht der Natur für sich hat und trotzdem unsere natürliche Freiheit in Dingen, die sonst rechtmässig sind, einschränkt, dass er nur einmal in sieben Tagen vorkommt und viele weltliche Geschäfte dazwischenkommen und nur allzu oft unsern Geist davon abziehen, an ihn zu denken, es sei um uns auf ihn vorzubereiten oder ihn zu heiligen,und dass der Satan mit seinen Werkzeugen kräftig daran arbeitet, seine Herrlichkeit und sogar das Gedenken an ihn auszulöschen und dadurch alle falsche Religion und Gottlosigkeit einzuführen.

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