Westminster Bekenntnis – 35.Woche

29. August 2010

Gebetet soll werden für rechtmäßige Dinge und für alle Menschen, die jetzt leben oder künftig leben werden; nicht aber für die Toten, auch nicht für die, von denen man wissen mag, dass sie die Sünde zum Tode begangen haben.

Ein rechter öffentlicher Gottesdienst besteht unter anderem aus: dem Lesen der Schrift mit Gottesfurcht; der gesunden Wortverkündigung und dem gewissenhaften Hören des Wortes im Gehorsam gegen Gott mit Verstand, Glauben und Ehrerbietung; aus dem Singen von Psalmen, das von Herzen kommt; ebenfalls aus der rechten Verwaltung und dem würdigen Empfang der von Christus eingesetzten Sakramente. Zu besonderen Anlässen und verschiedenen Zeiten gehören auch Eide, Gelübde, öffentliches Fasten und Dankfeste dazu, die in einer heiligen und gottesfürchtigen Weise abgehalten werden sollen.

Unter dem Evangelium ist weder das Gebet noch irgend etwas anderes im Rahmen der Gottesverehrung an irgendeinen Ort gebunden – an dem es vollzogen oder auf den es bezogen wird -, noch wird es dadurch annehmbarer für Gott. Vielmehr soll Gott überall „im Geist und in der Wahrheit“ angebetet werden; sowohl täglich im privaten Familienkreis und von einem jeden gesondert für sich, als auch umso ernsthafter in den öffentlichen Versammlungen, welche nicht sorglos oder mutwillig missachtet oder verlassen werden sollen, da ja Gott durch sein Wort bzw. seine Vorsehung uns dazu aufruft.

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