Die Lehrregel von Dordrecht – 35.Woche

30. August 2010

Verwerfung der Irrtümer

Nach Darlegung der rechtgläubigen Lehre verwirft die Synode die Irrtümer derer:

5.

Die lehren: „Der verderbte und natürliche Mensch könne die allgemeine Gnade (man meint damit das Licht der Natur) oder die Gaben, die ihm nach dem Fall noch geblieben sind, so recht gebrauchen, daß er durch diesen guten Gebrauch eine größere, nämlich die evangelische oder seligmachende Gnade und die Seligkeit selbst allmählich und stufenweise erlangen könnte. Und in dieser Weise zeige sich Gott seinerseits bereit, Christus allen Menschen zu offenbaren, da er allen die zur Bekehrung nötigen Mittel genügend und kräftig zukommen läßt.“ Denn neben der Erfahrung aller Zeiten bezeugt auch die Schrift, daß dies unwahrhaftig ist: Er verkündigt Jakob sein Wort, Israel seine Gebote und sein Recht. So hat er an keinem Volk getan; sein Recht kennen sie nicht (Ps. 147,19.20). Gott hat in den vergangenen Zeiten alle Heiden gehen lassen ihre eigenen Wege (Apg. 14,16). Und: Ihnen (nämlich Paulus und seinen Begleitern) ward gewehrt vom Heiligen Geist zu reden das Wort in der Landschaft Asien. Als sie aber kamen bis nach Mysien, versuchten sie nach Bithynien zu reisen; und der Geist ließ es ihnen nicht zu (Apg. 16,6.7).

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