Die Lehrregel von Dordrecht – 50.Woche

13. Dezember 2010

Verwerfung der Irrtümer

Nach Darlegung der rechtgläubigen Lehre verwirft die Synode die Irrtümer derer:

7.

Die lehren: „Der Glaube derer, die nur eine Zeitlang glauben, unterscheide sich von dem rechtfertigenden und seligmachenden Glauben nicht weiter als nur durch seine Dauer.“ Denn Christus selbst macht außerdem in Matth. 13,20ff. noch einen dreifachen Unterschied deutlich zwischen denen, die nur eine Zeitlang glauben und den wahrhaft Gläubigen, wenn er sagt, jene nähmen den Samen in eine steinige Erde auf, diese in eine gute Erde oder ein gutes Herz; jene seien ohne Wurzel, diese hätten eine feste Wurzel; jene trügen keine Früchte, diese aber brächten in verschiedenem Maße in Beständigkeit und Ausdauer ihre Frucht.

8.

Die lehren: „Es sei nicht ungereimt, daß ein Mensch nach dem Verlust seiner ersten Wiedergeburt aufs neue, ja öfters, wiedergeboren werde.“ Denn diese leugnen mit solcher Lehre die Unverderblichkeit des Samens Gottes, durch den wir wiedergeboren werden. Das steht im Widerspruch zu dem Zeugnis des Apostels Petrus: Als die da wiedergeboren sind nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen (1.Petri 1,23).

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