Der große Westminster Katechismus – 51.Woche

18. Dezember 2010

193. Frage: Um was beten wir in der vierten Bitte?
Antwort: In der vierten Bitte (welche lautet: Unser täglich Brot gib uns heute) erkennen wir an, dass Adam und durch unsere eigene Sünde auch wir selbst unser Recht auf alle äußeren Segnungen dieses Lebens verscherzt haben und verdienen, von Gott ihrer gänzlich beraubt zu werden und sie bei ihrem Gebrauch zu unserm Fluch zu besitzen, und dass weder sie selbst imstande „sind, uns zu erhalten, noch wir in der Lage sind, sie zu verdienen oder sie uns durch unsern eigenen Fleiß zu verschaffen, sondern dazu geneigt sind, sie unrechtmäßig zu begehren, zu nehmen und zu gebrauchen; und wir beten für uns und andere, sie und wir möchten, indem wir von Tag zu Tag bei Gebrauch erlaubter Mittel auf die Vorsehung Gottes harren, aus seinem freien Geben, und wie es seiner väterlichen Weisheit am besten scheint, einen angemessenen Teil von ihnen genießen und sie fortdauernd und im Segen für uns zu heiligem und nützlichem Gebrauch und in Zufriedenheit besitzen und vor alledem bewahrt werden, was unserer zeitlichen Erhaltung und Befriedigung entgegensteht.

194. Frage: Um was beten wir in der fünften Bitte?
Antwort: In der fünften Bitte (welche lautet: Und vergib uns unsere Schulden, wie wir unsern Schuldigern vergeben) erkennen wir an, dass wir und alle ändern sowohl der Erbsünde als auch der wirklichen Sünde schuldig sind und dadurch zu Schuldnern vor der Gerechtigkeit Gottes werden, und dass weder wir noch irgend ein anderes Geschöpf die geringste Genugtuung für diese Verschuldung leisten kann; und wir beten für uns selbst und andere, Gott wolle nach seiner freien Gnade durch den Gehorsam und die Genugtuung Christi, die durch den Glauben ergriffen und angeeignet werden, uns sowohl die Schuld als auch die Strafe der Sünde erlassen, uns annehmen in seinem Geliebten, uns weiter seine Gnade und Gunst erweisen, unsere täglichen Verfehlungen verzeihen und uns mit Frieden und Freude erfüllen, indem er uns täglich mehr und mehr die sichere Gewissheit der Vergebung verleiht, was zu begehren wir um so mehr ermuntert, und was zu erwarten wir um so mehr ermutigt werden, wenn wir in uns selbst das Zeugnis haben, dass wir von Herzen ändern ihre Übertretungen vergeben.

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