Heidelberger Katechismus – 4.Sonntag

27. Januar 2011

9. Frage: Tut denn Gott dem Menschen nicht Unrecht, daß er in seinem Gesetz von ihm fordert, das er nicht tun kann?
Antwort: Nein, denn Gott hat den Menschen also erschaffen, daß er es konnte tun[1]; der Mensch aber hat sich und alle seine Nachkommen aus Anstiftung des Teufels durch mutwilligen Ungehorsam derselbigen Gaben beraubt[2].

1) Eph. 4, 24. 25
2) Röm. 5, 12

10. Frage: Will Gott solchen Ungehorsam und Abfall ungestraft lassen hingehen?
Antwort: Mitnichten[3], sondern er zürnet schrecklich, beide über angeborne und wirkliche Sünden, und will sie aus gerechtem Urteil zeitlich und ewig strafen, wie er gesprochen hat: »Verflucht sei jedermann, der nicht bleibet in allem dem, das geschrieben stehet in dem Buch des Gesetzes, daß er’s tue.«[4]

3) Röm. 5, 12; Hebr. 9, 27
4) 5. Mos. 27, 26; Gal. 3, 10

11. Frage: Ist denn Gott nicht auch barmherzig?
Antwort: Gott ist wohl barmherzig[5], er ist aber auch gerecht[6]; derhalben erfordert seine Gerechtigkeit, daß die Sünde, welche wider die allerhöchste Majestät Gottes begangen ist, auch mit der höchsten, das ist der ewigen Strafe an Leib und Seele gestraft werde.

5) 2. Mos. 34, 6. 7
6) 2. Mos. 20, 5; Ps. 5, 5. 6; 2. Kor. 6, 14–17

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