Heidelberger Katechismus – 6.Sonntag

10. Februar 2011

16. Frage: Warum muß er ein wahrer und gerechter Mensch sein?
Antwort: Darum, daß die Gerechtigkeit Gottes erfordert[1], daß die menschliche Natur, die gesündigt hat, für die Sünde bezahle, und aber einer, der selbst ein Sünder wäre, nicht könnte für andere bezahlen[2].

1) Röm. 5, 12. 15
2) 1. Petr. 3, 18; Jes. 53, 3–5. 10. 11

17. Frage: Warum muß er zugleich wahrer Gott sein?
Antwort: Daß er aus Kraft seiner Gottheit[3] die Last des Zorns Gottes an seiner Menschheit ertragen und uns die Gerechtigkeit und das Leben erwerben[4] und wiedergeben möchte[5].

3) Jes. 53, 8; Apg. 2, 24; 1. Petr. 3, 18
4) Joh. 3, 16; Apg. 20, 28
5) Joh. 1, 4

18. Frage: Wer ist aber derselbe Mittler, der zugleich wahrer Gott und ein wahrer, gerechter Mensch ist?
Antwort: Unser Herr Jesus Christus[6], der uns zur vollkommenen Erlösung und Gerechtigkeit geschenkt ist[7].

6) Matth. 1, 23; 1. Tim. 3, 16; Luk. 2, 11
7) 1. Kor. 1, 30

19. Frage: Woher weißt du das?
Antwort: Aus dem heiligen Evangelium, welches Gott selbst anfänglich im Paradies[8] hat offenbaret, folgends durch die heiligen Erzväter[9] und Propheten lassen verkündigen und durch die Opfer und andere Zeremonien des Gesetzes vorgebildet[10], endlich aber durch seinen eingeliebten Sohn erfüllet[11].

8) 1. Mos. 3, 15
9) 1. Mos. 22, 18; 49, 10. 11; Röm. 1, 2; Hebr. 1, 1; Apg. 3, 22–24; 10, 43
10) Joh. 5, 46; Hebr. 10, 7
11) Röm. 10, 4; Gal. 4, 4. 5

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