Die Lehrregel von Dordrecht – 10.Woche

8. März 2011

Artikel 17

Da wir den Willen Gottes aus seinem Wort verstehen müssen, das bezeugt, daß die Kinder der Gläubigen heilig sind, zwar nicht von Natur, sondern kraft des Gnadenbundes, in den sie mit ihren Eltern mit einbegriffen sind, dürfen gottselige Eltern nicht zweifeln an der Erwählung und Seligkeit ihrer Kinder, die Gott in der Kindheit aus diesem Leben abruft (1.Mose 17,7; Apg. 2,39; 1.Kor. 7,14).

Artikel 18

Denen aber, die über diese Gnade der unverdienten Erwählung und die Strenge der gerechten Verwerfung murren, treten wir mit den Worten des Apostels entgegen: Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, daß du mit Gott rechten willst (Röm. 9,20)? Wir aber rufen, indem wir diese Geheimnisse ehrfurchtsvoll anbeten, mit dem Apostel aus: „O, welch eine Tiefe des Reichtums, beides der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wiedervergolten? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen“ (Röm. 11,33-36).

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