Das Niederländische Glaubensbekenntnis – 14.Woche

1. April 2020

Artikel 22 – Von dem rechtfertigenden Glauben und der Rechtfertigung durch den Glauben

Wir glauben, daß der Heilige Geist durch die wahre Erkenntnis dieses großen Geheimnisses in unsren Herzen den wahren Glauben entzündet, welcher Jesum Christum mit allen seinen Verdiensten umfaßt und ihn sich zu eigen macht und ferner nichts außer ihm sucht. Denn entweder muß alles, was zu unsrem Heile erfordert wird, in Christo nicht sein, oder wenn alles in ihm ist, muß der, welcher durch den Glauben Jesum Christum besitzt, zugleich auch das vollkommene Heil besitzen. Deshalb ist es überhaupt eine furchtbare Lästerung gegen Gott zu behaupten, daß Christus keineswegs genüge, sondern daß es noch anderer Dinge bedürfe. Denn daraus würde folgen, daß Christus nur zum Teil der Erlöser wäre. Deshalb sagen wir mit Fug und Recht mit dem heiligen Paulus, daß wir allein durch den Glauben gerechtfertigt werden, oder durch den Glauben ohne die Werke des Gesetzes. Übrigens meinen wir nicht, daß der Glaube selbst, eigentlich geredet, es ist, der uns rechtfertigt, oder daß wir wegen des Glaubens gerechtfertigt werden; denn er ist nur ein Werkzeug, wodurch wir Christum, unsre Gerechtigkeit, ergreifen. Christus selbst ist daher, indem er uns alle seine Verdienste und die so vielen heiligen Werke, die er für uns getan hat, anrechnet, unsre Gerechtigkeit; der Glaube aber ist das Werkzeug, durch welches wir mit ihm zur Gemeinschaft an allen seinen Gütern verbunden und in ihr erhalten werden, so daß diese alle, nachdem sie unser geworden sind, für uns zu unsrer Befreiung von der Sünde mehr als hinreichen.


Der kürzere Westminster Katechismus – 13.Woche

31. März 2020

22. Wie wurde Christus, der Sohn Gottes, Mensch?
Christus, der Sohn Gottes, wurde Mensch, indem er einen wahren Leib und eine vernünftige Seele59 annahm, empfangen durch die Kraft des Heiligen Geistes im Leib der Jungfrau Maria, geboren von ihr60, jedoch ohne Sünde61.

59) Phil 2,7; Heb 2,14.17
60) Lk 1,27.31.35
61) 2Kor 5,21; Heb 4,15; 7,26; 1Joh 3,5


Der kürzere Westminster Katechismus – 13.Woche

31. März 2020

22. Wie wurde Christus, der Sohn Gottes, Mensch?
Christus, der Sohn Gottes, wurde Mensch, indem er einen wahren Leib und eine vernünftige Seele59 annahm, empfangen durch die Kraft des Heiligen Geistes im Leib der Jungfrau Maria, geboren von ihr60, jedoch ohne Sünde61.

59) Phil 2,7; Heb 2,14.17
60) Lk 1,27.31.35
61) 2Kor 5,21; Heb 4,15; 7,26; 1Joh 3,5


Kinderkatechismus – 13.Woche

30. März 2020

Frage 43: Mit wem machte Gott der Vater den Bund der Gnade?
Antwort: Mit Christus, seinem ewigen Sohn.

Frage 44: Wen vertrat Christus im Bund der Gnade?
Antwort: Sein auserwähltes Volk.

Frage 45: Was unternahm Christus im Bund der Gnade?
Antwort: Das ganze Gesetz für sein Volk zu halten und die Bestrafung wegen ihrer Sünden zu ertragen.


Heidelberger Katechismus – 13.Sonntag

29. März 2020

33. Frage: Warum heißt er »Gottes eingeborner Sohn«, so doch wir auch Kinder Gottes sind?
Antwort: Darum, daß Christus allein der ewige, natürliche Sohn Gottes ist[1], wir aber um seinetwillen aus Gnaden zu Kindern Gottes angenommen sind[2],

1) Joh. 1, 1–3. 14. 18; Hebr. 1, 2
2) Röm. 8, 15–17; Eph. 1, 5. 6

34. Frage: Warum nennest du ihn »unsern Herrn«?
Antwort: Daß er uns mit Leib und Seele von der Sünde und aus aller Gewalt des Teufels nicht mit Gold und Silber, sondern mit seinem teuern Blut sich zum Eigentum erlöset und erkauft hat.3

3) 1. Petr. 1, 18. 19; 2, 9; 1. Kor. 6, 20; 7, 23