Kinderkatechismus – 15.Woche

14. April 2011

Frage 49: Was unternahm Gott der Vater im Bund der Gnade?
Antwort: Diejenigen zu rechtfertigen und zu heiligen, für die Christus sterben sollte.

Frage 50: Was ist Rechtfertigung?
Antwort: Es bedeutet, dass Gott Sündern vergibt und sie so behandelt, als ob sie nie gesündigt hätten.

Frage 51: Was ist Heiligung?
Antwort: Es bedeutet, dass Gott Sünder im Herzen und in der Tat heilig macht.


Heidelberger Katechismus – 15.Sonntag

13. April 2011

37. Frage: Was verstehest du durch das Wörtlein »gelitten«?
Antwort: Daß er an Leib und Seele die ganze Zeit seines Lebens auf Erden, sonderlich aber am Ende derselben, den Zorn Gottes wider die Sünde des ganzen menschlichen Geschlechts getragen hat[1], auf daß er mit seinem Leiden als mit dem einigen Sühnopfer[2]unseren Leib und Seele von der ewigen Verdammnis erlösete und uns Gottes Gnade, Gerechtigkeit und ewiges Leben erwürbe.

1) 1. Petr. 2, 24; Jes. 53, 12
2) 1. Joh. 2, 2; 4, 10; Röm. 3, 25

38. Frage: Warum hat er unter dem Richter Pontio Pilato gelitten?
Antwort: Auf daß er unschuldig unter dem weltlichen Richter verdammt würde[3]und uns damit von dem strengen Urteil Gottes, das über uns gehen sollte, erledigte[4].

3) Apg. 4, 27. 28; Luk. 23, 14; Joh. 19, 4
4) Ps. 69, 5; Jes. 53, 4. 5; 2. Kor. 5, 21; Gal. 3, 13

39. Frage: Ist es etwas mehr, daß er ist gekreuziget worden, denn so er eines andern Tods gestorben wäre?
Antwort: Ja, denn dadurch bin ich gewiß, daß er die Vermaledeiung, die auf mir läge, auf sich geladen habe[5], dieweil der Tod des Kreuzes von Gott verflucht war[6].

5) Gal. 3, 13
6) 5. Mos. 21, 23; Gal. 3, 13


Die Lehrregel von Dordrecht – 15.Woche

12. April 2011

Die Verwerfung der Irrtümer, durch welche die niederländischen Kirchen eine Zeitlang beunruhigt wurden

Nach Darlegung der rechtgläubigen Lehre von der Erwählung und Verwerfung verwirft die Synode die Irrtümer derer:

8.

Die lehren: “Gott habe über niemanden, einzig kraft seines gerechten Willens, beschlossen, ihn in dem Fall Adams und in dem allgemeinen Stand der Sünde und der Verdammnis zu belassen, oder bei der Mitteilung der zum Glauben und zur Bekehrung notwendigen Gnade zu übergehen.” Denn das steht fest: Er erbarmet sich, wessen er will und verstocket, welchen er will (Röm 9,18). Und: Euch ist es gegeben, daß ihr die Geheimnisse des Himmelreichs versteht; diesen aber ist es nicht gegeben (Matth. 13,11). Ebenso: Ich preise dich, Vater und Herr des Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. Ja Vater; denn es ist also wohlgefällig gewesen vor dir (Matth. 11,25-26).

9.

Die lehren: “Die Ursache, weshalb Gott eher zu dem einen als dem anderen Volk das Evangelium sende, sei nicht einzig und allein das Wohlgefallen Gottes, sondern weil das eine Volk besser und würdiger als das andere sei, dem das Evangelium nicht mitgeteilt werde.” Denn das verneint Moses, indem er das israelitische Volk also anredet: Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was darinnen ist, das ist des Herrn, deines Gottes. Und doch hat er nur deine Väter angenommen, daß er sie liebte, und hat ihre Nachkommen, nämlich euch, erwählt aus allen Völkern, so wie es heute ist (5.Mose 10,14-15). Und Christus: Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Wären solche Taten zu Tyrus und Sidon geschehen, wie bei euch geschehen sind, sie hätten längst in Sack und Asche Buße getan (Matth. 11,21).


Westminster Bekenntnis – 15.Woche

11. April 2011

Obwohl das Werk der Erlösung von Christus eigentlich erst nach seiner Menschwerdung vollbracht worden ist, so sind doch dessen Kraft, Wirkung und Wohltaten den Erwählten zu allen Zeiten seit Anfang der Welt in und durch jene Verheißungen, Vorbilder und Opfer übereignet worden, in denen er geoffenbart und angekündigt worden ist, dass er der Nachkomme der Frau sei, der den Kopf der Schlange zertreten sollte, und das Lamm, geschlachtet von Anbeginn der Welt, gestern und heute derselbe und in Ewigkeit.

Christus handelt im Werk der Mittlerschaft nach beiden Naturen, durch jede Natur dementsprechend, was zu ihrem besonderen Wesen gehört; doch wegen der Einheit der Person wird in der Schrift manchmal das, was zur einen Natur gehört, der Person zugeschrieben, die nach der anderen Natur gekennzeichnet ist.

Auf alle diejenigen, für welche Christus die Erlösung erworben hat, überträgt und wendet er sie gewiss und wirksam an. Dabei tritt er für sie ein und offenbart ihnen in und durch das Wort die Geheimnisse der Erlösung; er überzeugt sie durch seinen Geist so nachhaltig, dass sie Glauben finden und Gehorsam leisten, und leitet ihre Herzen durch sein Wort und seinen Geist; dabei überwindet er auch durch seine allmächtige Kraft und Weisheit alle ihre Feinde auf eine Art und Weise, wie es seinen wunderbaren und erforschlichen Fügungen entspricht.


Der große Westminster Katechismus – 15.Woche

10. April 2011

66. Frage: Was ist die Vereinigung, welche die Auserwählten mit Christus haben?
Antwort: Die Vereinigung, welche die Auserwählten mit Christo haben, ist das Werk der Gnade Gottes, wodurch sie geistlich und mystisch, jedoch wirklich und unzertrennlich mit Christo als ihrem Haupt und Gatten verbunden werden,was in ihrer wirksamen Berufung geschieht.

67. Frage: Was ist die wirksame Berufung?
Antwort: Die wirksame Berufung ist das Werk der allmächtigen Kraft und Gnade Gottes, wodurch er (aus seiner freien und besonderen Liebe zu seinen Auserwählten und aus nichts in ihnen, was ihn dazu bewegt) in der ihm angenehmen Zeit sie zu Jesu Christo durch sein Wort und seinen Geist einladet und zieht, indem er ihren Verstand heilsam erleuchtet,ihren Willen erneuert und kräftig bestimmt, so dass sie (obwohl in sich tot in Sünde) hierdurch willig und fähig gemacht werden, seinem Ruf zu antworten und die Gnade anzunehmen und zu ergreifen, die darin angeboten und vermittelt wird.

68. Frage: Werden nur die Auserwählten wirksam berufen?
Antwort: Alle Auserwählten, und nur sie, werden wirksam berufen, wenn es auch andere geben mag und gibt, die äußerlich durch das Amt des Wortes berufen sind, die aber wegen ihrer absichtlichen Vernachlässigung und Verachtung der ihnen angebotenen Gnade niemals wahrhaft zu Jesu Christo kommen, da sie in ihrem Unglauben gelassen werden.

69. Frage: Welches ist die Gemeinschaft in der Gnade, welche die Glieder der unsichtbaren Kirche mit Christo haben?
Antwort: Die Gemeinschaft in der Gnade, welche die Glieder der unsichtbaren Kirche mit Christo haben, ist ihre Teilnahme an der Kraft seiner Mittlerschaft in ihrer Rechtfertigung, Kindschaft, Heiligung, und was immer sonst in diesem Leben ihre Vereinigung mit ihm bekundet.


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