Der große Westminster Katechismus – 45.Woche

6. November 2009

176. Frage: Worin stimmen die Sakramente der Taufe und des heiligen Abendmahls überein?
Antwort: Die Sakramente der Taufe und des heiligen Abendmahls stimmen darin überein, dass Gott der Urheber von beiden ist, dass Christus und seine Wohltaten der geistliche Teil in beiden sind, dass beide die Siegel desselben Bundes sind, dass sie von Dienern des Evangeliums und von keinem ändern zu spenden sind und dass sie in der Kirche Christi fortgesetzt werden sollen bis zu seiner Wiederkunft.

177. Frage: Worin unterscheiden sich die Sakramente der Taufe und des heiligen Abendmahls?
Antwort: Die Sakramente der Taufe und des heiligen Abendmahls unterscheiden sich darin, dass die Taufe nur einmal, mit Wasser, zu spenden ist, als ein Zeichen und Siegel unserer Wiedergeburt und Einpflanzung in Christum,, und zwar auch unmündigen Kindern, während das heilige Abendmahl oftmals, in den Elementen von Brot und Wein, zu spenden ist, Christum als geistliche Nahrung für die Seele darstellen und darreichen sowie unser Bleiben und Wachsen in ihm bekräftigen soll, und zwar nur für solche, welche die Jahre und die Fähigkeit haben, sich selbst zu prüfen.


Das Niederländische Glaubensbekenntnis – 45.Woche

5. November 2009

Artikel 28 – Von der Gemeinschaft der Heiligen mit der wahren Kirche
Wir glauben, daß, da diese heilige Gemeinschaft aus denen besteht, die gerettet werden sollen und außer ihr kein Heil ist, keiner (welche Würde oder welchen Namen er auch haben mag) sich ihr entziehen oder von ihr trennen darf, um, nur mit seinem eignen Umgange zufrieden, allein und abgesondert zu leben, sondern daß alle und jeder verpflichtet sind, sich mit dieser Gemeinschaft zu verbinden und zu vereinigen, die Einheit der Kirche sorgfältig zu bewahren und sich ihrer Lehre und Zucht zu unterwerfen, seinen Nacken endlich freiwillig unter das Joch Christi zu beugen und gleich wie gemeinsame Glieder desselben Leibes der Erbauung der Brüder zu dienen, wie Gott einem jeden seine Gaben verliehen hat. Ferner ist es, damit dies um so besser beobachtet wird, aller Gläubigen Pflicht, sich nach dem Worte Gottes von allen denen zu trennen, welche außer der Kirche stehen, und sich mit dieser Gemeinschaft und Vereinigung der Gläubigen zu verbinden, wo nur Gott sie errichtet hat, wenn auch feindliche Verordnungen der Fürsten und Obrigkeiten es verbieten, selbst wenn denen, die dies tun, Strafe am Leben und durch den leiblichen Tod angedroht ist. Wer sich daher von dieser wahren Kirche trennt oder sich ihr anzuschließen weigert, widerstrebt offenbar dem Gebote Gottes.


Der kürzere Westminster Katechismus – 45.Woche

4. November 2009

91. Wie werden die Sakramente in unserem Leben wirksame Mittel zum Heil?
Die Sakramente werden wirksame Mittel zum Heil, nicht wegen einer Tugend in ihnen selbst, oder in dem, der sie darreicht, sondern nur durch das Segnen Christi und das Wirken seines Geistes in denen, die sie im Glauben empfangen188.

92. Was ist ein Sakrament?
Ein Sakrament ist eine heilige Anordnung, durch Christus eingesetzt189. So werden durch greifbare Zeichen Christus und die Segnungen des neuen Bundes repräsentiert, versiegelt und angewandt190.

93. Welche sind die Sakramente des Neuen Testaments?
Die Sakramente des Neuen Testaments sind die Taufe191 und das Abendmahl192.

188) 1Kor 3,7; vgl. 1Kor 1,12-17
189) Mt 28,19; 26,26-28; Mk 14,22-25; Lk 22,19-20; 1Kor 1,22-26
190) Gal 3,27; 1Kor 10,16-17
191) Mt 28,19
192) 1Kor 11,23-26


Kinderkatechismus – 44.Woche

3. November 2009

Frage 120: Wie lautet die sechste Bitte?
Antwort: Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Frage 121: Um was bitten wir in der sechsten Bitte?
Antwort: Dass Gott uns davor bewahrt zu sündigen.


Heidelberger Katechismus – 44.Sonntag

2. November 2009

113. Frage: Was will das zehnte Gebot?

Antwort: Daß auch die geringste Lust oder Gedanken wider irgendein Gebot Gottes in unser Herz nimmermehr kommen, sondern wir für und für von ganzem Herzen aller Sünde feind sein und Lust zu aller Gerechtigkeit haben sollen.[1]

1) Röm. 7, 7

114. Frage: Können aber, die zu Gott bekehret sind, solche Gebote vollkömmlich halten?

Antwort: Nein, sondern es haben auch die Allerheiligsten, solang sie in diesem Leben sind, nur einen geringen Anfang dieses Gehorsams[2], doch also, daß sie mit ernstlichem Vorsatz nicht allein nach etlichen, sondern nach allen Geboten Gottes anfangen zu leben[3].

2) 1. Joh. 1, 8–10; Röm. 7, 14. 15; Pred. 7, 20

3) Röm. 7, 22; Jak. 2, 10

115. Frage: Warum läßt uns denn Gott also scharf die Zehn Gebote predigen, weil sie in diesem Leben niemand halten kann?

Antwort: Erstlich, auf daß wir unser ganzes Leben lang unsere sündliche Art je länger, je mehr erkennen[4]und soviel desto begieriger Vergebung der Sünden und Gerechtigkeit in Christo suchen[5]. Darnach, daß wir ohne Unterlaß uns befleißen und Gott bitten um die Gnade des Heiligen Geists, daß wir je länger, je mehr zu dem Ebenbild Gottes erneuert werden, bis wir das Ziel der Vollkommenheit nach diesem Leben erreichen.[6]

4) 1. Joh. 1, 9; Ps. 32, 5

5) Röm. 7, 24. 25

6) 1. Kor. 9, 24; Phil. 3, 11–14